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er brauchte immer noch viel sauerstoff, florians nase wurde zugestopft,
damit sich kein sauerstoff aus der nase heraus drücken konnte. er hat von
der taufe nichts mitbekommen, die ärzte hatten angeordnet, daß er mehr
chloralhydrat bekam.
mittags kamen gleich meine eltern angereist, sie wollten abschied nehmen,
abschied von ihrem enkelsohn.
es tat mir so gut, dass sie gleich gekommen sind um uns beizustehen. ich
weiß, dass das nicht selbstverständlich ist, denn viele, egal ob
familienmitglieder oder bekannte, ziehen sich zurück. sie haben angst mit
der thematik umzugehen und wissen sich nicht zu verhalten. auch wir mußten
diese schlimme erfahrung durchmachen.
florian stand noch ein langer kampf bevor, ein viel zu langer kampf, niemand
hat damit gerechnet.
florians weinen war nicht mehr zu hören, durch den tubus waren die
stimmbänder lahmgelegt.
oft schlief er auf meinem arm ein, er hatte nicht mehr die kraft lange wach
zu bleiben.
ich feierte mit den schwestern florians taufe am nächsten tag nach, soweit
man von feiern reden kann, doch ich wollte nicht einfach so darüber
hinweggehen. florian lebte doch, und er hatte das gleiche recht wie jedes
gesunde kind, dessen taufe gefeiert wird. florian stand dabei im
mittelpunkt, auch, wenn es ein kleiner kreis war und natürlich aus
organisatorischen gründen konnte es keine richtige feier sein die über
mehrere stunden ging. aber es tat mir gut, wieder so eine kleinigkeit, die
mir von den schwestern erfüllt wurde.
welche hoffnungen hatte ich gehabt, bevor es florian so schlecht ging, ich
wollte ihn sogar nach hause holen. alles sollte umgebaut werden, da ich der
meinung war, wenn er nur wenig sauerstoff braucht und ansonsten stabil ist,
könnte ich ihn auch zuhause versorgen. doch nun schien alles aus zu sein.
der 19. januar, da wurde die gymnastik abgesetzt, sie war viel zu
anstrengend für florian. die blutgaswerte waren besser geworden und der
sauerstoff konnten etwas heruntergesetzt werden. aber florian ging es nicht
gut, er war sehr schlapp und müde.
florian wurde gemessen und gewogen, 58 cm groß, und 5400 gramm schwer. er
bekam nur noch karottensuppe, so dass florian nicht mehr zunahm, denn seine
organe sollten nicht noch mehr zugemutet werden.
es wurde mit allem gekämpft, jeder tag war damals ein geschenk.
in den nächsten zwei tagen hatte er viel geschlafen.
am 22. januar war er endlich, zumindest zeitweise, wach. er spielte mit
einer neuen rassel. florian war wie ausgewechselt, er lachte und plapperte.
die ärzte waren wieder optimistisch!
dieses ewige „er stirbt, er stirbt nicht“ war unerträglich, ein ständiges
hin und her, ein wechselbad der gefühle. wie hält man das nur durch?
die hilflosigkeit war deprimierend, ich mußte zusehen und konnte nicht
helfen. mein ganzer körper schmerzte dabei, alles flehen und bitten ihm zu
helfen konnten die ärzte nicht erfüllen. auch sie waren hilflos!
am 23. januar war er den ganzen mittag wach gewesen und lag zufrieden in
seinem bettchen, der professor ordnete an, dass florian weniger sauerstoff
bekommen und die atemstöße heruntergesetzt werden sollten, er sollte wieder
mitatmen. außerdem hat uns der professor in stundenlangen gesprächen und mit
viel geduld immer und immer wieder alles erklärt. das war sehr wichtig für
uns, denn bis wir wirklich alles aufgenommen hatten, was uns erzählt wurde
verging einige zeit. als laie hört sich manches eben wie fachchinesisch an,
und immer kamen neue fragen. ich bin heute noch dankbar einen so geduldigen
ansprechspartner gehabt zu haben, nicht jeder arzt der uns in dieser zeit
begegnete konnte unser ständiges fragen verstehen. ich für meinen teil kann
sagen, dass ich am liebsten den ganzen tag irgend etwas gefragt hätte, denn
wenn man den ganzen tag am bett sitzt, geht einem viel durch den kopf.
vieles konnte ich zum glück mit den schwestern besprechen, sonst wäre ich
bestimmt übergeschäumt. mir war klar das ich nicht die einzige war worum
sich die ärzte kümmern mußten, auch wenn man sich manchmal so vorkam. in den
schlimmen phasen hätte ich oft am liebsten einen arzt nur für florian
gehabt, denn ich hatte das gefühl, wenn jetzt etwas passiert ist nicht
sofort ein arzt im zimmer der helfen kann.
den 25. januar, sein eigentlicher tauftag, erlebte florian dann doch noch,
es ging ihm sogar etwas besser. keiner hat damit gerechnet gehabt, wie schön
wäre es gewesen florian zusammen mit seinem cousin dominik taufen zu lassen.
wir feierten mit der familie, da es eine doppeltaufe hätte sein sollen. an
diesem tag wurden mein mann und ich paten, auch, wenn dies natürlich sehr
schön ist, tat es auch weh. ich konnte leider nicht den ganzen tag bei
florian sein, aber mittags und abends war ich kurz bei ihm. seine paten, die
eltern unseres patenkindes, waren auch bei florian gewesen, sie durften mit
zu ihm. es war für mich schön, wenn florian besuch bekam. für mich war es
ein zeichen, daß man ihn trotz der behinderung gern hatte.

florian so sehen zu müssen war schlimm, aber ich war froh das er noch lebte.
seine 12. lebenswoche begann, er blieb in den letzten tagen bei der gleichen
sauerstoffmenge. florian war sehr müde und schlief auf meinem arm, ich
liebte es ihn so nah bei mir zu spüren.
wir beide waren nie alleine, nie konnte ich mein kind richtig auf den arm
nehmen und rumtragen, es waren immer schläuche an ihm, und ich mußte
aufpassen, dass er die schläuche nicht herauszog. im bett wurde er an den
händen fixiert, und er durfte nicht mehr auf dem bauch liegen, damit er sich
das gesicht nicht auf der matratze reiben konnte. denn wenn der tubus gelegt
werden mußte, bekam er jedesmal valium, damit sich die muskeln erschlafften,
sonst konnte man den schlauch nicht in den rachen schieben, und er durfte
sich nicht dabei aufregen.
in den nächsten tagen eine besserung: er konnte wieder mitatmen, und bekam
nur noch einen gewissen anteil an atemstöße den rest macht er selbst. nur im
schlaf mußte er noch voll beatmet werden. der sauerstoffverbrauch konnte
auch nocht reduziert werden!
in den nächsten zwei tagen steigerten sich die atemstöße wieder, und er
schlief viel.
am 30. januar war er fast die ganze zeit wach gewesen. wie froh war ich,
dass florian wieder ansprechbar war. endlich konnte ich wieder mit ihm
spielen, ihn streicheln und liebkosen, so dass florian es wieder bewußt
mitbekam. für jede gute sekunde war ich dankbar und in jeder schlechten
sekunde fühlte ich hoffnungslosigkeit. niemand konnte mich trösten, es hat
eigentlich auch keiner probiert, da jeder wußte wie es ausgehen wird und da
gibt es keinen trost.
ich fühlte mich dann zwar allein, aber das war ich nicht, die schwestern
waren immer da wenn ich sie brauchte. auch wenn ich diese gewißheit hatte,
ich wollte mehr, ich wollte das florian gesund wird oder wenigstens ein
einigermaßen normales leben führen kann. da hätte niemand eine chance gehabt
mich zu trösten, nein die angst, die todesangst, um sein eigenes kind ist zu
groß.
am 1. februar kam schon wieder eiter aus der nase, wieder angst das jeden
moment etwas passieren könnte. als ich morgens zu ihm kam war florian wach
und hatte sich alles angesehen. seine umgebung interessierte ihn wieder, so
paradox es sich auch anhört, er wurde krank und wirkte wacher. abends bekam
er wieder etwas milch durch die nasensonde, allerdings nur säuglingsmilch,
muttermilch war viel zu kalorienreich.
florian musste auch noch neu intubiert werden, deshalb bekam er wieder
valium, aber er erholte sich schnell wieder.
vor dem umintubieren hatte ich immer große angst, was wäre wenn er sich zu
sehr aufregt?
am 4. februar trat das ein, was ich immer befürchtet hatte: ich wurde krank.
sobald ich erkältet war, durfte ich nicht zu florian. selbstverständlich
ging mein mann zu ihm, doch er mußte arbeiten gehen, dann war florian
tagsüber alleine, was mich verrückt machte. mein mann hätte es auch nicht
ausgehalten den ganzen tag bei ihm zu sein, er hat es nie verkraftet,
florian so zu sehen. die hilflosigkeit war unerträglich, und er hatte es
nicht geschafft sich lange bei florian aufzuhalten. das soll aber nicht
heißen, dass er florian nicht liebte, ganz im gegenteil, unser keiner schatz
war sein ganzer stolz. allerdings muß ich zugeben, dass ich das damals nicht
verstanden habe. ich fühlte mich dadurch noch mehr alleine, einfach im stich
gelassen.
zwei tage später war florian 3 monate alt geworden, er brauchte zu diesem
zeitpunkt wieder mehr sauerstoff. gott sei dank hat sich sein zustand in
dieser zeit nicht wesentlich verändert.
Ich saß sowieso schon auf heißen kohlen, doch wenn noch schlechte
nachrichten aus dem krankenhaus gekommen wären, weiß ich nicht was ich getan
hätte.
er bekam seit dem 16. januar chloralhydrat. dadurch regte er sich
anscheinend nicht mehr so auf, wenn etwas mit ihm gemacht wurde.
dies konnten die ärzte am 7. februar wieder etwas reduzieren. florian war
natürlich viel wacher, worüber ich mich freute. auch, wenn ich noch nicht zu
ihm durfte, war das eine sehr gute nachricht.
nach 6 tagen durfte ich wieder zu florian, ich hatte ihn so vermißt. zuhause
war es einfach schlimm gewesen, nie konnte ich mich davon überzeugen, wie es
ihm ging. ich verließ die wohnung nur um zum arzt zu gehen, ansonsten hatte
ich zu große bedenken das krankenhaus könnte anrufen.
die zeit war unerträglich für mich gewesen.
wie ich mich freute florian wiederzusehen, ihn zu fühlen und zu riechen.
beim absaugen des schleims ging der puls öfters runter, aber nicht in den
kritischen bereich. nach dem absaugen brauchte florian dann wieder mehr
sauerstoff, der erst nach einiger zeit wieder etwas reduziert werden konnte.
zwei tage später wurde ein ekg geschrieben, es wurde deutlich, dass sein
herz sehr geschwächt war.
ich wußte nicht, wann florian sterben würde, ich wußte nur, dass er sterben
wird.
die ärzte hatten nicht mehr den mut zu sagen „er stirbt“, dies hatten sie
zu oft getan, denn er hat sich immer wieder durchgekämpft. es war ein rätsel
für alle. sein sterben war ein langer und harter kampf.
am 16. februar gaben die schwestern florian eine gemüseflasche, die er auch
vertrug. damit hatte ich nicht mehr gerechnet, aber man versuchte immer
wieder seine grenzen neu herauszufinden. doch es war klar, dass sich nichts
an der prognose änderete. auch nicht, wenn ich es nur zu gerne gehofft
hatte.
florian ist am 20. februar neu intubiert worden. im anschluß daran durfte
ich ihn baden. die schwester stellte, wie üblich, eine babywanne auf einen
instrumentenwagen und schob alles an florians bett, so dass er am
beatmungsgerät angeschlossen bleiben konnte. das baden haben wir beide immer
sehr genossen, florian war gerne im warmen wasser und ich war froh, wenn ich
aktiv etwas mit ihm machen konnte. an seiner krankheit konnte ich nichts
ändern und wenn es florian schlecht ging durfte ich seine pflege oft nicht
selbst durchführen, darum habe ich natürlich jede gelegenheit genossen in
der ich einspringen konnte. in guten zeiten war das kein thema, aber in den
schlechten zeiten mußte alles sehr schnell gehen und mit geübten handgriffen
vollbracht werden. ich hatte natürlich nicht die übung, um alles so schnell
und geschickt durchzuführen wie es eine krankenschwester kann.

am 24. Februar, ein jahr zuvor bestätigte mir mein frauenarzt das ich
schwanger sei, wie glücklich ich doch war und was war nun?
florian hatte am 25. februar chefarztvisite, der sauerstoffverbrauch wurde
runtergesetzt. gleich nach der guten nachricht kam die schlechte, florian
hatte sich den tubus gezogen, also mußten die ärzte einen neuen einführen.
am nächsten tag stabelisierte sich sein sauerstoffbedarf noch weiter, aber
es ging ihm gar nicht gut, er weinte oder schlief. nur beim baden war er
ruhig, das wasser gefiel ihm sehr. wieder wurde seine badewanne an sein bett
gebracht, das machten wir jetzt immer so, dass ich florian immer selbst
baden konnte. die schwestern hatten bemerkt wie wichtig es mir war. wie gut
das sie sensibel genug waren, denn ich hatte damals noch solche angst, das
ich nie etwas eingefordert hätte (zumindest nicht soetwas).
am darauffolgenden tag weinte florian auch beim baden, ansonsten war er lieb
und hat viel mit seiner rassel gespielt.
genau das gegenteil vom vortag, nie wußte man wie der nächste tag wird.
obwohl er sich mittags übergeben hatte, ging es ihm gut. schon wieder
rätselten die schwestern und ich ob florian wieder etwas ausbrütete oder es
einfach nur so passiert war. wir wußten nicht ob es etwas zu bedeuten hatte,
also fing die ungewißheit wieder an. ich wußte nicht ob ich noch mehr
aushalten konnte, vor jedem bißchen mußte man angst haben. wie soll es nur
weitergehen?
am 1. märz wollte florian nicht auf den arm genommen werden. wenn er in
seinem bett lag, war er ruhig und lachte. florian wirkte oft schon viel
älter, er war eifersüchtig, was babys, in diesem alter, normalerweise noch
nicht sind. sobald ich bei einem anderen kind war, fing er an zu husten.
dies wiederum sollte er nicht, wegen der luftnot und des gleichzeitigen
sauerstoffmangels. man erklärte mir, dass das daher käme, da er so viel
mitmachen müsse, dies ließ ihn einfach schneller reifen.
er hatte zusätzlich noch einen schlimmen ausschlag bekommen, dieser breitete
sich über den ganzen körper aus, zudem hatte er leichte temperatur 38,5°.
jeder tag brachte etwas neues, ich mußte nur abwarten ob es gut oder
schlecht war. aber gewiß gab es neuigkeiten.
- florians verbrauch vom sauerstoff und die anzahl der atemstöße waren
besser, eigentlich stabil.-
wenigstens das war im moment nicht immer am schwanken, der ausschlag war
zwar schlimm aber nicht lebensbedrohlich. so hatte ich darin eine
verschnaufspause und hoffte wieder etwas kraft zu bekommen.
am 2. märz, es war rosenmontag, habe ich florian zweimal gebadet, um seinen
ausschlag zum abklingen zu bringen. die schwestern und ich haben die kinder
auf der intensivstation geschminkt und kostümiert.
- auch wenn es sich um todkranke kinder gehandelt hat, holten die schwestern
die außenwelt auf die station. denn, die kinder lebten! -
am karnevalsdienstag wurden alle wieder geschminkt und zurechtgemacht.
florian ging es an diesen zwei tagen relativ gut, er war viel wach und saß
in einer babywippe vom krankenhaus. er war wirklich zufrieden und ich auch!

der 5. märz war etwas stressig, florian brauchte ungefähr alle 10 minuten
eine neue windel. er bekam stoffwindeln da der po ganz offen war und
jedesmal mußte ich seinen po trocken fönen und gut eincremen.
gegen den willen der krankengymnastin bekam florian eine eigene babywippe.
es hatte florian doch so gefallen, als er karneval in einer sitzen durfte.
ich weiß, dass diese wippen nicht gesund sind, aber was hatte florian schon
zu verlieren? er war glücklich in seiner wippe, endlich konnte er etwas
anderes sehen als nur die decke und spieluhr. nun bekam er mehr vom leben im
zimmer mit, wenn ich nicht da war und er auf meinem schoß war. so konnte er
wenigstens alles beobachten.
was hatte er schon vom leben?
florian lag auf dem rücken, der blick nach oben, die hände fixiert. sollte
ich bei einem todgeweihtem kind noch auf schäden sehen die durch das liegen
in der wippe verursacht werden könnten?
am 6. märz konnte das beatmungsgerät umgeschaltet werden, so dass florian
wieder zum teil selbst atmete. die letzte zeit war er ja wieder voll beatmet
gewesen. diese tatsache allein gab mir viel kraft zurück, denn damit hatte
ich wirklich nicht gerechnet. die haut hatte sich etwas gebessert, das viele
baden und cremen hatte doch etwas genützt.
der tubus ist neu geklebt worden, die haut im gesicht ist gereizt von den
vielen klebestreifen die den tubus fixieren.
schon am 7. märz mußte florian wieder voll beatmet werden, er hatte viel
geweint.
ein tag gut und ein tag schlecht, was kommt bloß morgen? so fragte ich jeden
tag neu.

in dieser zeit fragte ich eine schwester, ob eine organspende in florians
fall möglich sei. damit meinte ich natürlich, ob irgendwelche organe von
florian vielleicht noch für ein anders kind gebraucht werden würden. aber
die schwester sagte, dass das nicht möglich sei, weil florians organe zu
verbraucht seien und sie deshalb gar nicht zugelassen würden.
bumm, wollte ich doch, das sein tot anderen hilft... es war eine ohrfeige,
obwohl es logisch war.
ich dachte mir, es wäre doch gut, wenn irgend etwas von florian noch leben
könnte und jemand anderen nutzen bringen würde. schon einige zeit setzte ich
mich mit dem thema auseinander, auch ob ich das wirklich wollte, doch für
mich war es insgeheim eine hoffnung. doch meine hoffnung wurde mal wieder
schnell zunichte gemacht.
die veränderungen seines gesundheitszustandes folgten in immer kürzeren
abständen, und sie wurden auch stärker in ihren auswirkungen. florian wurde
in seinem bett von zeit zu zeit anders gelagert, damit er nicht wund wurde
durch das viele liegen.
einen tag später, mußte ein breitbandantibiotika angesetzt werden. florians
linke lunge hatte ein starkes rasseln, der arzt sagte er hätte eine
lungenentzündung. daraufhin hatte florian 38,2° temperatur und brauchte mehr
sauerstoff. mittags wurde der sauerstoff nochmals erhöht. abends aber war
das rasseln auf beiden seiten zu hören.
das herz brauchte eine unterstützung es war schon zu geschwächt, florian
bekam tropfen, damit es das herz leichter hatte.
es war wieder ein kampf um leben und tod!
die organe waren verbraucht, sie hörten immer mehr auf zu arbeiten oder
reduzierten ihre arbeitskraft. ein arzt sagte mir, ich solle florians organe
mit denen eines alten menschens vergleichen, in der kurzen lebenszeit hätten
florians organe so viel geleistet wie die eines ungefähr 80 jahre alten
menschen. florians nieren versagten teilweise, dadurch brauchte er lasix.
sein körper war total aufgeschwemmt.
auf der einen seite wollte ich florian nicht verlieren aber ich wollte auch,
dass er sich nicht weiter quälen mußte.
wer gewinnt den kampf, das leben oder der tot?
die hauptsache aber war, das florian gewinnt. wie auch immer es ausgehen
mag, ich mußte es akzeptieren.


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